Wir, die Klasse 6, waren am 27.08.2026 auf
der IBUG in Riesa.
Die IBUG ist ein Event, bei dem Street-Art Künstler aus aller Welt zusammenkommen und ein altes, leerstehendes Industriegebäude in eine Street-Art-Galerie verwandeln. Dieses Jahr fand das Event in den ehemaligen Muskator-Werken in Riesa statt.
Wir wurden von einigen Tourguides durch die Ausstellung geführt. Gemeinsam betrachteten wir die verschiedenen Projekte, wie zum Beispiel eine riesige Wand, die von einem relativ kleinen Team zu einem extrem großen Gemälde transformiert wurde.
Wir haben echt viel gesehen und hatten Spaß, die Welt der Straßenkunst zu entdecken. Außerdem wurde uns bewusst, wie kreativ, abstrakt oder einfach faszinierend Kunst sein kann.
Nachdem der jährliche
Schüleraustausch nach China im vergangenen Jahr nicht stattfinden konnte, waren
wir umso glücklicher, dass dies 2026 für uns wieder möglich gemacht wurde.
Mit viel Vorfreude traten wir
im April unsere Reise nach China an. Auf dem etwa 9,5-stündigen Flug konnten
leider nur die wenigsten von uns wirklich schlafen. Als wir also in China um
5:00 Uhr gelandet sind, war die Motivation, die 15 Stunden in Peking zu
verbringen, nicht allzu groß. Trotz der zunehmend immer größer werdenden
Müdigkeit, die zwischendurch zu Power-Nap-Phasen im Reisebus führte, waren wir
sehr beeindruckt von den ersten Einblicken in die chinesische Kultur. Schon am
ersten Tag haben wir viele interessante Dinge von unserem Reiseleiter über
beispielsweise die Verbotene Stadt oder den Platz des Himmlischen Friedens
gelernt, waren aber auch sehr froh, am Abend endlich ins Hotel zu dürfen.
Die nächste Woche war geprägt
von verschiedensten Eindrücken. Wir haben die kulinarische Kultur jeden Tag ein
Stückchen näher kennengelernt, konnten weltbekannte Sehenswürdigkeiten wie die
Chinesische Mauer, den Neuen Sommerpalast, die Terrakotta-Armee in Xi’an oder
die vielen wunderschönen Tempelanlagen bestaunen. Auch die Fahrten im Nachtzug
gehörten zu unserer Reise – ein wahres Abenteuer.
Nachdem unsere
Sightseeing-Woche dann in Hangzhou endete, begann der zweite Teil der Reise. Am
Abend trafen wir an unserer chinesischen Partnerschule ein und wurden herzlich
von unseren Gastfamilien aufgenommen. In der kommenden Woche erlebten wir das
Schulleben, schauten uns lokale Sehenswürdigkeiten an und verbrachten die
Abende mit unseren Gastfamilien. Am Wochenende haben viele von uns Shanghai
besucht oder die schöne Insel Chongming selbst erkundet.
Während der Zeit bei unseren
Gastfamilien und in der Schule ist uns aufgefallen, dass das Leben in China
ganz anders ist, als wir es aus Deutschland kennen. Vor allem die sehr
intensive Handy-Nutzung haben wir so vorher nicht erwartet. Auch in der Schule
selbst ist uns aufgefallen, dass der Unterricht eher frontal ist und eine
gemeinsame Unterrichtsgestaltung zwischen Lehrern und Schülern nicht
stattfindet. Wir waren aber auch beispielsweise sehr beeindruckt von
Schüler-Kunstwerken, die im Kunstunterricht entstanden sind.
Am letzten Tag unserer Reise
haben wir uns zunächst von unseren Gastfamilien verabschiedet und waren dann
Shanghai besichtigen – sehr beeindruckend. Und nachdem wir auf dem drittgrößten
Gebäude der Welt – dem Shanghai Tower – waren und wir, als die Wolken
vorbeigezogen waren, die Stadt von oben sehen konnten, nachdem wir zwei
erlebnisreiche Wochen voller neuer Eindrücke verbringen durften, sind wir von
Shanghai über Peking wieder zurück nach Deutschland geflogen.
Insgesamt haben wir so viele verschiedene, neue Dinge kennengelernt, dass es schwerfällt, das alles in Worte zu fassen. Die Reise war eine wichtige Erfahrung für alle von uns – in jeglicher Hinsicht!
Doch das war nur der erste
Teil des Schüleraustauschs. Im August haben uns dann einige Schüler der chinesischen
Partnerschule besucht und, wie wir auch bei ihnen, haben sie für eine Woche bei
uns gewohnt. Nachdem wir sie an der Schule empfangen haben, ging es am nächsten
Morgen direkt zur Begrüßung ins Rathaus. Anschließend besichtigten unsere Gäste
Riesa, bevor eine offizielle Begrüßung mit der gesamten Schule stattfand. Am
Wochenende und an den Nachmittagen haben viele deutsche Schüler und chinesische
Gäste gemeinsam Unternehmungen unternommen. Sie haben Dresden und Meißen
besichtigt, waren in Moritzburg und haben sich dort das Schloss angesehen oder
waren in der Sächsischen Schweiz wandern.
Diese Austausch-Woche wurde dann mit einem gemeinsamen Grillen in der Schule mit allen chinesischen Schülern und deren deutschen Gastfamilien sowie einigen Lehrern beendet. Am nächsten Tag haben wir die chinesische Delegation wieder verabschiedet. Abschließend möchte ich den gesamten Schüleraustausch nach China sehr empfehlen. Wie schon erwähnt, kann man diese ganzen Eindrücke nicht hier wiedergeben – man muss sie selbst sammeln. Wir haben in dieser Zeit wichtige Erfahrungen sammeln dürfen und sind dafür sehr dankbar. So wird uns der Schüleraustausch 2026 mit all seinen Erlebnissen und Begegnungen sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben.
Zum 73. Male fand der Europäische Wettbewerb statt.
Im Fokus der diesjährigen Wettbewerbsrunde standen die
Menschenrechte, die das Fundament Europas bilden, die unsere Freiheit,
Gleichheit und Würde für alle Menschen – innerhalb und außerhalb der EU
sichern.
Unsere Klasse 5 erfand Geschichten, in denen das Mädchen Mirtani in die Gegenwart gerät und erfährt, dass Kinder neben Pflichten auch Rechte haben, dass beispielsweise die Schule ein Privileg ist, genauso wie Freizeit, warmes Wasser, ein kuscheliges Bett, liebe Eltern und Geborgenheit. Stine und Amerie gewannen mit ihrer Geschichte einen Landespreis.
Berenice, Hannah, Johanna Schmidt, Jannis, Lea, Leo und Sina zeigten mit ihren Werken, teilweise in Gruppenarbeit entstanden und im Schulhaus zu sehen, inwiefern die Menschenrechte das Glück und die Freiheit jedes einzelnen Menschen beeinflussen und daher bewahrt werden müssen. Mit ihren Arbeiten gewannen sie Landespreise.
Sofiia, Levi, Xenia, Paula und Helena zeigten in ihren Arbeiten den Zusammenhang zwischen Klimaschutz und Menschenrechten, wie das Recht auf sauberes Wasser oder das Recht auf Wohnraum.
Jette setzte sich mit den „Einflüsterungen“ durch die digitalen Medien auseinander.
Jette und Sofiia wurden auch als Bundespreisträgerinnen ausgezeichnet.
Ein großer Dank gilt allen Schülerinnen und Schülern, die sich am Europäischen Wettbewerb beteiligt haben.