Nachdem der jährliche Schüleraustausch nach China im vergangenen Jahr nicht stattfinden konnte, waren wir umso glücklicher, dass dies 2026 für uns wieder möglich gemacht wurde.
Mit viel Vorfreude traten wir im April unsere Reise nach China an. Auf dem etwa 9,5-stündigen Flug konnten leider nur die wenigsten von uns wirklich schlafen. Als wir also in China um 5:00 Uhr gelandet sind, war die Motivation, die 15 Stunden in Peking zu verbringen, nicht allzu groß. Trotz der zunehmend immer größer werdenden Müdigkeit, die zwischendurch zu Power-Nap-Phasen im Reisebus führte, waren wir sehr beeindruckt von den ersten Einblicken in die chinesische Kultur. Schon am ersten Tag haben wir viele interessante Dinge von unserem Reiseleiter über beispielsweise die Verbotene Stadt oder den Platz des Himmlischen Friedens gelernt, waren aber auch sehr froh, am Abend endlich ins Hotel zu dürfen.
Die nächste Woche war geprägt von verschiedensten Eindrücken. Wir haben die kulinarische Kultur jeden Tag ein Stückchen näher kennengelernt, konnten weltbekannte Sehenswürdigkeiten wie die Chinesische Mauer, den Neuen Sommerpalast, die Terrakotta-Armee in Xi’an oder die vielen wunderschönen Tempelanlagen bestaunen. Auch die Fahrten im Nachtzug gehörten zu unserer Reise – ein wahres Abenteuer.

Nachdem unsere Sightseeing-Woche dann in Hangzhou endete, begann der zweite Teil der Reise. Am Abend trafen wir an unserer chinesischen Partnerschule ein und wurden herzlich von unseren Gastfamilien aufgenommen. In der kommenden Woche erlebten wir das Schulleben, schauten uns lokale Sehenswürdigkeiten an und verbrachten die Abende mit unseren Gastfamilien. Am Wochenende haben viele von uns Shanghai besucht oder die schöne Insel Chongming selbst erkundet.
Während der Zeit bei unseren Gastfamilien und in der Schule ist uns aufgefallen, dass das Leben in China ganz anders ist, als wir es aus Deutschland kennen. Vor allem die sehr intensive Handy-Nutzung haben wir so vorher nicht erwartet. Auch in der Schule selbst ist uns aufgefallen, dass der Unterricht eher frontal ist und eine gemeinsame Unterrichtsgestaltung zwischen Lehrern und Schülern nicht stattfindet. Wir waren aber auch beispielsweise sehr beeindruckt von Schüler-Kunstwerken, die im Kunstunterricht entstanden sind.
Am letzten Tag unserer Reise haben wir uns zunächst von unseren Gastfamilien verabschiedet und waren dann Shanghai besichtigen – sehr beeindruckend. Und nachdem wir auf dem drittgrößten Gebäude der Welt – dem Shanghai Tower – waren und wir, als die Wolken vorbeigezogen waren, die Stadt von oben sehen konnten, nachdem wir zwei erlebnisreiche Wochen voller neuer Eindrücke verbringen durften, sind wir von Shanghai über Peking wieder zurück nach Deutschland geflogen.
Insgesamt haben wir so viele verschiedene, neue Dinge kennengelernt, dass es schwerfällt, das alles in Worte zu fassen. Die Reise war eine wichtige Erfahrung für alle von uns – in jeglicher Hinsicht!
Doch das war nur der erste Teil des Schüleraustauschs. Im August haben uns dann einige Schüler der chinesischen Partnerschule besucht und, wie wir auch bei ihnen, haben sie für eine Woche bei uns gewohnt. Nachdem wir sie an der Schule empfangen haben, ging es am nächsten Morgen direkt zur Begrüßung ins Rathaus. Anschließend besichtigten unsere Gäste Riesa, bevor eine offizielle Begrüßung mit der gesamten Schule stattfand. Am Wochenende und an den Nachmittagen haben viele deutsche Schüler und chinesische Gäste gemeinsam Unternehmungen unternommen. Sie haben Dresden und Meißen besichtigt, waren in Moritzburg und haben sich dort das Schloss angesehen oder waren in der Sächsischen Schweiz wandern.


Diese Austausch-Woche wurde dann mit einem gemeinsamen Grillen in der Schule mit allen chinesischen Schülern und deren deutschen Gastfamilien sowie einigen Lehrern beendet. Am nächsten Tag haben wir die chinesische Delegation wieder verabschiedet. Abschließend möchte ich den gesamten Schüleraustausch nach China sehr empfehlen. Wie schon erwähnt, kann man diese ganzen Eindrücke nicht hier wiedergeben – man muss sie selbst sammeln. Wir haben in dieser Zeit wichtige Erfahrungen sammeln dürfen und sind dafür sehr dankbar. So wird uns der Schüleraustausch 2026 mit all seinen Erlebnissen und Begegnungen sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben.
Jannis und Tom



